Dachdämmung Kosten 2026: von innen oder außen? Preise pro m², Rechner & Förderung
Eine Dachdämmung kostet 2026 je nach Methode 20 bis 350 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten ist die Dämmung der obersten Geschossdecke eines unbeheizten Dachbodens (20–65 €/m²). Ein ausgebautes Dachgeschoss wird meist von innen zwischen und unter den Sparren gedämmt (60–110 €/m²). Die Dämmung von außen als Aufsparrendämmung kostet 150–250 €/m² und mit neuer Eindeckung 250–350 €/m² – sie lohnt sich vor allem, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird.
20–350 €/m²
je nach Methode
7.000–13.000 €
von innen, 120 m² Dachfläche
U ≤ 0,14
Förderwert für Dach und Decke
Das Wichtigste in Kürze
- Oberste Geschossdecke: 20–65 €/m² – günstigste Lösung bei unbeheiztem Dachboden
- Zwischensparren (von innen): 50–90 €/m², mit Untersparren-Ergänzung 60–110 €/m²
- Aufsparrendämmung (von außen): 150–250 €/m², mit Neueindeckung 250–350 €/m²
- Einfamilienhaus (120 m² Dachfläche): von innen ca. 7.000–13.000 €, von außen mit Eindeckung ca. 30.000–42.000 €
- Förderung: 15 % BAFA bei U ≤ 0,14 W/(m²K); iSFP lohnt sich ab 30.000 € Investition
Was kostet eine Dachdämmung pro m²?
| Methode | Kosten pro m² | Dämmdicke typisch | Wann sinnvoll |
|---|---|---|---|
| Oberste Geschossdecke | 20–65 € | 20–28 cm | Dachboden bleibt unbeheizt |
| Einblasdämmung (Hohlraum) | 30–60 € | Sparrenhöhe | geschlossene Gefache vorhanden |
| Zwischensparrendämmung | 50–90 € | 14–22 cm | ausgebautes Dachgeschoss, Dach bleibt |
| Zwischen- + Untersparrendämmung | 60–110 € | +4–8 cm | Sparren zu niedrig für Förderwert |
| Aufsparrendämmung (ohne Eindeckung) | 150–250 € | 14–20 cm | Dach wird abgedeckt |
| Aufsparrendämmung inkl. Neueindeckung | 250–350 € | 14–20 cm | Eindeckung ist ohnehin fällig |
Die Preise gelten inklusive Material und Montage durch einen Fachbetrieb. Bei der Innendämmung kommen Kosten für eine neue Innenverkleidung (Gipskarton, Spachteln, Streichen: ca. 25–45 €/m²) hinzu, falls diese nicht im Angebot enthalten ist. Bei der Dämmung von außen ist das Gerüst ein spürbarer Posten.
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Richtwerte inkl. Material und Montage durch Fachbetrieb, Stand Oktober 2026. BAFA: 15 % bei U ≤ 0,14 W/(m²K), förderfähig max. 30.000 € (mit iSFP 60.000 €, +5 % auf den Anteil über 30.000 €). Steuerbonus: 20 % über 3 Jahre für Selbstnutzer.
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Dach von innen dämmen: Zwischen- und Untersparrendämmung
Die Zwischensparrendämmung ist die häufigste Lösung für bewohnte Dachgeschosse. Dämmstoff (meist Mineralwolle oder Holzfaser) wird zwischen die Sparren geklemmt, darunter kommt eine luftdicht verklebte Dampfbremse und die Innenverkleidung. Die Eindeckung bleibt unberührt, ein Gerüst ist nicht nötig.
Die Grenze ist die Sparrenhöhe: Bei typischen 14 bis 18 cm reicht die Zwischensparrendämmung allein nicht für den förderfähigen U-Wert von 0,14 W/(m²K). Dann wird zusätzlich eine 4 bis 8 cm starke Untersparrendämmung angebracht. Sie überdeckt zugleich die Wärmebrücken der Sparren – die Raumhöhe verringert sich entsprechend.
Kosten für 120 m² Dachfläche von innen: ca. 7.000–13.000 € inklusive Dampfbremse und neuer Verkleidung.
Dach von außen dämmen: Aufsparrendämmung
Bei der Aufsparrendämmung wird eine durchgehende Dämmschicht oberhalb der Sparren verlegt – ohne Wärmebrücken, mit freier Wahl der Dicke und ohne Verlust an Wohnraum. Dafür muss die Eindeckung abgenommen werden. Bauphysikalisch ist das die beste Lösung. Wirtschaftlich lohnt sie sich vor allem, wenn die Eindeckung nach 40 bis 50 Jahren ohnehin erneuert werden muss: Dann kostet die Dämmung nur etwa 100 bis 150 €/m² mehr als die reine Neueindeckung.
Kosten für 120 m² Dachfläche von außen mit Neueindeckung: ca. 30.000–42.000 €. Mehr zur Neueindeckung im Ratgeber Dach neu decken Kosten.
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Rechenbeispiele mit aktueller Förderung
Beispiel 1: Dachgeschoss von innen, 120 m²
- Zwischen- und Untersparrendämmung: 120 m² × 85 €/m² = 10.200 €
- BAFA-Zuschuss 15 % (U ≤ 0,14): –1.530 € → 8.670 €
- Alternativ Steuerbonus 20 %: –2.040 € über drei Jahre
Beispiel 2: Aufsparrendämmung mit Neueindeckung, 120 m²
- 120 m² × 300 €/m² = 36.000 €
- BAFA ohne iSFP: 30.000 € × 15 % = 4.500 €
- BAFA mit iSFP: 36.000 € × 15 % + 6.000 € × 5 % = 5.700 €
- Steuerbonus 20 % für Selbstnutzer: 7.200 € über drei Jahre
Beispiel 3: Bungalow, oberste Geschossdecke 110 m²
- Begehbare Dämmung: 110 m² × 50 €/m² = 5.500 €
- BAFA 15 %: –825 €. Mehr dazu im Ratgeber Dachbodendämmung.
Welche Förderung gibt es 2026?
| Förderweg | Höhe | Bedingung |
|---|---|---|
| BAFA-Zuschuss (BEG EM) | 15 % | Dach/oberste Geschossdecke U ≤ 0,14 W/(m²K), Experte, Antrag vor Auftrag |
| iSFP-Bonus | +5 Prozentpunkte | nur auf den Kostenanteil über 30.000 € |
| Förderfähige Kosten | 30.000 € / mit iSFP 60.000 € | pro Wohneinheit und Kalenderjahr |
| KfW-Ergänzungskredit 358/359 | Kredit | nach BAFA-Zusage |
| Steuerbonus § 35c EStG | 20 % über 3 Jahre | selbstgenutzt, Gebäude älter als 10 Jahre |
Der maximale BAFA-Zuschuss für die Gebäudehülle eines Einfamilienhauses liegt damit bei 10.500 € pro Jahr (mit iSFP). Bei Dächern mit begrenzter Sparrenhöhe gelten für bestimmte Konstruktionen Sonderregeln – das klärt der Energieeffizienz-Experte. Zum Ablauf: BAFA-Förderung beantragen.
Bin ich zur Dachdämmung verpflichtet?
Pflicht ist nach § 35 GModG (vorher § 47 GEG) nur die Dämmung einer ungedämmten obersten Geschossdecke über beheizten Räumen auf einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) – alternativ kann das Dach gedämmt werden. Ausgenommen sind Eigentümer von Häusern mit bis zu zwei Wohnungen, die bereits vor dem 1. Februar 2002 selbst darin wohnten; nach einem Eigentümerwechsel bleiben zwei Jahre Zeit. Für ein bereits bewohntes, ausgebautes Dachgeschoss gibt es keine generelle Nachrüstpflicht.
Welche Methode passt zu meinem Haus?
- Dachboden unbeheizt und ungenutzt: oberste Geschossdecke – günstig, schnell, teils in Eigenleistung
- Dachgeschoss bewohnt, Eindeckung in gutem Zustand: Zwischen- plus Untersparrendämmung von innen
- Eindeckung alt oder undicht: Aufsparrendämmung im selben Zug wie die Neueindeckung
- Geschlossene Gefache mit Hohlraum: Einblasdämmung prüfen
- Flachdach: Dämmung meist zusammen mit neuer Abdichtung – siehe Flachdach abdichten
Ja – die Methode entscheidet
Lohnt sich das?
Unbeheizter Dachboden: oberste Geschossdecke dämmen. Bewohntes Dachgeschoss: Zwischen- plus Untersparrendämmung von innen. Die Aufsparrendämmung lohnt sich vor allem, wenn die Eindeckung ohnehin erneuert werden muss.
Häufige Fragen zur Dachdämmung
Was kostet eine Dachdämmung pro m²?
Je nach Methode 20 bis 350 Euro pro Quadratmeter: oberste Geschossdecke 20 bis 65 €/m², Zwischensparren 50 bis 90 €/m², Aufsparrendämmung 150 bis 250 €/m² und mit Neueindeckung 250 bis 350 €/m².
Was kostet es, das Dach von innen zu dämmen?
Mit Zwischen- und Untersparrendämmung meist 60 bis 110 Euro pro Quadratmeter, für 120 m² Dachfläche also etwa 7.000 bis 13.000 Euro.
Was kostet eine Aufsparrendämmung?
150 bis 250 Euro pro Quadratmeter ohne und 250 bis 350 €/m² mit neuer Dacheindeckung.
Was kostet die Dachdämmung für ein Einfamilienhaus?
Bei 120 m² Dachfläche von innen etwa 7.000 bis 13.000 Euro, von außen mit neuer Eindeckung 30.000 bis 42.000 Euro. Bleibt der Dachboden unbeheizt, reicht die oberste Geschossdecke für 2.000 bis 6.000 Euro.
Wie hoch ist die Förderung für die Dachdämmung?
15 % BAFA-Zuschuss bei einem U-Wert von höchstens 0,14 W/(m²K). Mit iSFP steigen die förderfähigen Kosten auf 60.000 € und auf den Anteil über 30.000 € gibt es 5 Prozentpunkte Bonus. Alternativ 20 % Steuerbonus.
Welche Dachdämmung ist am günstigsten?
Die Dämmung der obersten Geschossdecke eines unbeheizten Dachbodens ab etwa 20 €/m².
Quellen
- Zusammenfassung der BEG-Reform 2026, Ökozentrum NRW (Stand 18.08.2026)
- Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), in Kraft seit 29.07.2026, § 35
- KfW-Ergänzungskredit, Programme 358/359
- Preisspannen: Auswertung veröffentlichter Marktpreise von Dachdecker- und Zimmereibetrieben, Stand Oktober 2026
