Fassadendämmung mit WDVS am Einfamilienhaus – Kosten 2026 pro m²

Fassadendämmung Kosten 2026: Preise pro m², Einfamilienhaus & Förderung

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Eine Fassadendämmung kostet 2026 mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) 120 bis 250 Euro pro Quadratmeter inklusive Gerüst, Dämmung, Putz und Anschlüssen. Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche sind das rund 18.000 bis 37.500 Euro. Deutlich günstiger ist die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk mit 20 bis 50 €/m², teurer die vorgehängte hinterlüftete Fassade mit 150 bis 500 €/m². Der BAFA-Zuschuss beträgt 15 % – der iSFP-Bonus greift seit dem 21.07.2026 nur noch auf Kosten über 30.000 €.

120–250 €/m²

mit WDVS inkl. Gerüst

18.000–37.500 €

Einfamilienhaus mit 150 m²

15 %

BAFA-Zuschuss bei U ≤ 0,20

Das Wichtigste in Kürze

  • WDVS mit EPS: 120–200 €/m², mit Mineralwolle 150–250 €/m², mit Holzfaser 170–260 €/m²
  • Einfamilienhaus (150 m²): ca. 18.000–37.500 € mit WDVS
  • Kerndämmung (zweischaliges Mauerwerk): 20–50 €/m² – die günstigste Fassadendämmung
  • Förderung: 15 % BAFA bei U ≤ 0,20 W/(m²K) oder 20 % Steuerbonus; iSFP-Bonus nur auf den Anteil über 30.000 €
  • Pflicht: keine generelle Dämmpflicht – aber wer mehr als 10 % der Fassade erneuert (z. B. neuer Putz), muss U ≤ 0,24 W/(m²K) einhalten

Was kostet eine Fassadendämmung pro m²?

Erklärvideo mit Sprecher (1:23 Min.): Schicht für Schicht erklärt, Kosten pro Quadratmeter und für ein Einfamilienhaus sowie drei Spartipps.
MethodeKosten pro m²Geeignet für
WDVS mit EPS120–200 €Standard für verputzte Massivwände
WDVS mit Mineralwolle150–250 €höhere Gebäude, Brand- und Schallschutz
WDVS mit Holzfaser170–260 €ökologisch, guter Hitzeschutz
WDVS mit Klinkerriemchen200–300 €Klinkeroptik ohne Vormauerschale
Kerndämmung (Einblasdämmung)20–50 €zweischaliges Mauerwerk mit Luftschicht
Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)150–500 €lange Lebensdauer, freie Materialwahl
Innendämmung60–120 €Denkmalschutz, Fachwerk, Grenzbebauung

Die Preise gelten inklusive Material, Montage und Gerüst durch einen Fachbetrieb. Details zu den Sonderformen: Einblasdämmung / Kerndämmung und hinterlüftete Fassade (VHF).

Woraus setzt sich der WDVS-Preis zusammen?

KostenblockRichtwert pro m² Fassade
Gerüst (Auf-/Abbau, Standzeit 4–8 Wochen)8–15 €
Untergrund vorbereiten (reinigen, ausgleichen, grundieren)5–15 €
Dämmplatten inkl. Kleber und Dübel25–60 €
Armierungsschicht mit Gewebe15–25 €
Oberputz und Anstrich20–35 €
Anschlüsse: Fensterbänke, Laibungen, Sockel, Dachrand15–40 €
Arbeitslohn (in den Positionen oft enthalten)30–60 €

Die Dämmplatten selbst machen nur einen kleinen Teil aus. Deshalb lohnt es sich fast nie, an der Dicke zu sparen: 4 cm mehr Dämmung kosten meist nur 5–10 €/m² extra, eine spätere Aufdopplung dagegen ein Vielfaches.

Was kostet die Fassadendämmung für ein Einfamilienhaus?

FassadenflächeWDVS mit EPSWDVS mit MineralwolleKerndämmung
120 m²14.400–24.000 €18.000–30.000 €2.400–6.000 €
150 m²18.000–30.000 €22.500–37.500 €3.000–7.500 €
200 m²24.000–40.000 €30.000–50.000 €4.000–10.000 €

Teurer wird es bei vielen Fenstern und Vorsprüngen, Erkern, Balkonen, schwierigen Sockeldetails oder wenn Dachüberstand und Regenfallrohre angepasst werden müssen. Ihre individuellen Kosten können Sie mit unserem Fassadendämmung-Kostenrechner überschlagen.

Rechenbeispiel: 150 m² Fassade mit EPS-WDVS

  • 16 cm grafitiertes EPS, inkl. Gerüst und Anschlüsse: 150 m² × 165 €/m² = 24.750 €
  • BAFA-Zuschuss 15 % (U ≤ 0,20 W/(m²K)): –3.713 € → 21.037 €
  • Mit iSFP: ebenfalls 3.713 €, weil die Kosten unter 30.000 € liegen
  • Alternativ Steuerbonus 20 % für Selbstnutzer: –4.950 € über drei Jahre → 19.800 €
  • Kosten für den Energieeffizienz-Experten (TPB/TPN): meist einige Hundert bis 1.500 €, Baubegleitung zu 50 % gefördert

Variante mit Fenstertausch im selben Jahr (+9.000 €): Gesamt 33.750 €. Mit iSFP: 33.750 € × 15 % + 3.750 € × 5 % = 5.250 € Zuschuss; ohne iSFP nur 30.000 € × 15 % = 4.500 €.

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Muss ich meine Fassade dämmen?

Eine generelle Pflicht, die Fassade nachträglich zu dämmen, gibt es auch nach dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das seit dem 29.07.2026 das GEG ablöst, nicht. Aber:

  • 10-Prozent-Regel: Wird mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuert – etwa durch neuen Außenputz –, muss die Außenwand danach einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) erreichen. Ein reiner Anstrich fällt nicht darunter.
  • Förderung braucht mehr: Für den BAFA-Zuschuss ist ein U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²K) nötig – das sind je nach Wand 14 bis 18 cm Dämmung.
  • Ausnahmen: Bei Unwirtschaftlichkeit, Denkmalschutz oder technischen Grenzen (z. B. Grenzbebauung) sind Befreiungen möglich.

Mehr zu den neuen Regeln: GModG einfach erklärt.

Welche Förderung gibt es 2026?

FörderwegHöheBedingung
BAFA-Zuschuss (BEG EM)15 %U ≤ 0,20 W/(m²K), Energieeffizienz-Experte, Antrag mit bedingtem Vertrag vor Beginn
iSFP-Bonus+5 Prozentpunktenur auf den Kostenanteil über 30.000 €
Förderfähige Kosten30.000 € / mit iSFP 60.000 €pro Wohneinheit und Jahr
WPB-Bonus (angekündigt ab 2027)+5 ProzentpunkteDämmung an besonders ineffizienten Gebäuden
Steuerbonus § 35c EStG20 % über 3 Jahreselbstgenutzt, Gebäude älter als 10 Jahre
KfW-Ergänzungskredit 358/359Kreditnach BAFA-Zusage

Förderfähig sind auch notwendige Nebenarbeiten wie Gerüst, neue Fensterbänke, das Versetzen von Regenfallrohren und die Verlängerung des Dachüberstands. Den Ablauf erklärt BAFA-Förderung beantragen, ob sich ein Sanierungsfahrplan rechnet, steht unter iSFP-Kosten.

Welcher Dämmstoff für die Fassade?

Dämmstoffλ in W/(mK)Dicke für U ≤ 0,20PlusMinus
EPS (grafitiert)0,031–0,03514–16 cmgünstig, leichtbrennbar, fossil
Mineralwolle0,035–0,04016–18 cmnicht brennbar, Schallschutzteurer, schwerer
Holzfaser0,040–0,04518–20 cmHitzeschutz, Ökobilanzteurer, dicker
PUR/Resol0,022–0,02610–12 cmdünnteuer

Bei Gebäuden der Gebäudeklassen 4 und 5 muss ein EPS-WDVS schwerentflammbar mit Brandriegeln ausgeführt werden, für typische Einfamilienhäuser gilt das in der Regel nicht. Ausführlich: Dämmstoffe im Vergleich.

Lohnt sich eine Fassadendämmung?

Eine ungedämmte Außenwand aus den 1960er- oder 1970er-Jahren hat oft einen U-Wert von 1,0 bis 1,4 W/(m²K). Nach der Dämmung sind es 0,20 – die Wärmeverluste über die Wand sinken um 80 bis 85 %. Je nach Haus, Heizung und Energiepreis lassen sich so meist 300 bis 900 € Heizkosten pro Jahr sparen. Rein über die Energieeinsparung rechnet sich ein WDVS oft erst nach 15 bis 25 Jahren. Am wirtschaftlichsten ist es, wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss: Gerüst, Putz und Anstrich fallen dann sowieso an, und die Mehrkosten für die Dämmung sind deutlich geringer. Ein weiterer Nutzen: wärmere Wandoberflächen, weniger Schimmelrisiko und eine kleinere neue Heizung, etwa eine Wärmepumpe.

Die richtige Reihenfolge: Fassade, Fenster, Heizung

  • Fenster und Fassade zusammen planen: Neue Fenster sitzen idealerweise in der Dämmebene. Werden Fenster lange vor der Fassadendämmung getauscht, entstehen Wärmebrücken an den Laibungen. Mehr dazu: Fenster austauschen Kosten.
  • Erst dämmen, dann Heizung dimensionieren: Nach der Dämmung sinkt die Heizlast – die neue Heizung kann kleiner und günstiger ausfallen.
  • Dachüberstand prüfen: Bei 16–20 cm Dämmung muss der Dachüberstand ausreichen, sonst wird eine Verlängerung nötig.

Häufige Fehler bei der Fassadendämmung

  • Antrag zu spät: unbedingter Auftrag oder Anzahlung vor dem BAFA-Antrag
  • Zu dünn gedämmt: nur auf Pflichtwert 0,24 statt auf den Förderwert 0,20
  • Fensteranschlüsse und Rollladenkästen nicht mitgeplant
  • Sockel und Perimeterbereich vergessen – dort entstehen Wärmebrücken
  • Sehr dunkle Farbtöne auf dem WDVS (Rissgefahr) und fehlender Algenschutz – siehe Algen und Risse an der Fassade

Ja, wenn die Fassade ohnehin fällig ist

Lohnt sich das?

Am wirtschaftlichsten ist die Dämmung, wenn Putz oder Anstrich sowieso anstehen. Bei zweischaligem Mauerwerk prüfen Sie zuerst die viel günstigere Kerndämmung, und planen Sie neue Fenster im selben Zug.

Häufige Fragen zur Fassadendämmung

Was kostet eine Fassadendämmung pro m²?

Mit WDVS 120 bis 250 Euro pro Quadratmeter inklusive Gerüst, Dämmung, Putz und Anschlüssen. Eine Kerndämmung kostet 20 bis 50 €/m², eine hinterlüftete Fassade 150 bis 500 €/m².

Was kostet die Fassadendämmung für ein Einfamilienhaus?

Bei 150 m² Fassadenfläche mit EPS-WDVS etwa 18.000 bis 30.000 Euro, mit Mineralwolle 22.500 bis 37.500 Euro. Bei zweischaligem Mauerwerk reicht oft eine Kerndämmung für 3.000 bis 7.500 Euro.

Wie hoch ist die Förderung für die Fassadendämmung 2026?

15 % BAFA-Zuschuss, wenn die Außenwand danach einen U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²K) hat. Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten gilt seit dem 21.07.2026 nur für den Kostenanteil über 30.000 €. Alternativ 20 % Steuerbonus.

Ist die Fassadendämmung Pflicht?

Nein, eine generelle Pflicht gibt es nicht. Wird aber mehr als 10 % der Fassade erneuert, etwa durch neuen Putz, muss die Wand einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) erreichen.

Wie dick muss eine Fassadendämmung sein?

Für die Förderung meist 14 bis 18 cm, je nach Dämmstoff und Wandaufbau. Für den gesetzlichen Mindestwert von 0,24 W/(m²K) reichen oft 12 bis 14 cm.

Welche Fassadendämmung ist am günstigsten?

Die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk mit 20 bis 50 €/m². Bei einschaligen Wänden ist das WDVS mit EPS die günstigste Lösung.

Quellen

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