Heizung: Ratgeber, Kosten und Förderung 2026

Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz und der Förderreform vom 21. Juli 2026 gelten für den Heizungstausch neue Regeln. Hier finden Sie alle Ratgeber zu Wärmepumpe, KfW-Heizungsförderung und gesetzlichen Pflichten – mit realistischen Kosten, aktuellen Fördersätzen und Rechnern.

Welche Heizung passt zu Ihrem Haus?

Die Wahl hängt vor allem vom Wärmebedarf, vom Platz und davon ab, ob ein Wärmenetz in der Straße liegt. Alle unten genannten Systeme sind über die KfW förderfähig – neue Gas- und Ölheizungen nicht.

HeizungGut geeignet, wenn …KfW-Förderung
Luft-Wasser-WärmepumpeVorlauftemperatur bis ca. 55 °C reicht, Platz für das Außengerät vorhanden – im Altbau meist 25.000–45.000 €30–70 % (bis 80 %)
Erdwärme-WärmepumpeGrundstück für Sonde oder Kollektor, hohe Effizienz gewünscht30–70 % (bis 80 %)
Pelletheizunghoher Wärmebedarf, wenig Dämmung, Platz für ein Pelletlager30–70 % (bis 80 %)
Wärmenetz (Fernwärme)Anschluss in der Straße vorhanden oder geplant (kommunale Wärmeplanung)30–70 % (bis 80 %)
Neue Gas- oder Ölheizungnur noch Übergangslösung: ab 2029 steigender Bio-Anteil Pflichtkeine

Förderung 2026 auf einen Blick

Seit dem 21. Juli 2026 gibt es 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und bis zu 40 % Einkommensbonus. Förderfähig sind beim Einfamilienhaus höchstens 28.000 €. Ab dem 1. Februar 2027 sinken Bonus und Kostengrenze halbjährlich – wer eine alte Öl- oder Gasheizung tauschen will, sollte den Antrag deshalb noch im Januar stellen. Alle Sätze, Beispiele und einen Rechner finden Sie im Ratgeber Heizungsförderung 2026. Ob sich daneben für Dämmung und Fenster eher der Steuerbonus oder der BAFA-Zuschuss lohnt, zeigt Steuerbonus oder BAFA.

Erst dämmen oder erst die Heizung tauschen?

Eine Wärmepumpe braucht kein Passivhaus, aber jede Dämmmaßnahme senkt die nötige Heizleistung und die Vorlauftemperatur. Günstige Maßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschossdecke oder der Kellerdecke lohnen sich deshalb vor dem Heizungstausch. Die sinnvolle Abfolge erklärt Sanierung in der richtigen Reihenfolge, die gesetzlichen Pflichten GModG einfach erklärt.

Häufige Fragen zur Heizung

Welche Heizung ist 2026 die beste für den Altbau?

In den meisten Altbauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlichste Lösung, oft schon ohne vorherige Komplettsanierung. Wo ein Wärmenetz liegt, ist der Anschluss meist günstiger. Pellets passen zu schlecht gedämmten Häusern mit hohem Wärmebedarf und Platz für ein Lager.

Wie viel Förderung gibt es für eine neue Heizung?

Die KfW zahlt über das Programm 458 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus für Selbstnutzer mit alter fossiler Heizung und bis zu 40 % Einkommensbonus, zusammen höchstens 70 bzw. 80 % von 28.000 € – also bis zu 22.400 €.

Darf ich noch eine Gasheizung einbauen?

Ja, das Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt neue Gas- und Ölheizungen. Ab 2029 müssen sie aber einen steigenden Anteil Biomethan oder Bioöl nutzen (10 % ab 2029, 60 % ab 2040), und gefördert werden sie nicht.

Muss ich meine alte Heizung austauschen?

Eine funktionierende Heizung darf in der Regel weiterlaufen. Austauschpflichtig sind nur Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind. Selbstnutzer, die schon vor dem 1. Februar 2002 im Haus wohnten, sind davon ausgenommen.