Photovoltaikanlage auf dem Einfamilienhaus – Kosten pro kWp

Photovoltaikanlage Kosten 2026: Preise pro kWp, Speicher und Amortisation

Eine Photovoltaikanlage kostet 2026 turnkey zwischen 1.000 und 1.800 Euro pro Kilowattpeak (kWp), im Durchschnitt rund 1.015 Euro laut Fraunhofer ISE (Stand März 2026). Für ein typisches Einfamilienhaus mit einer 8- bis 10-kWp-Anlage bedeutet das 8.000 bis 18.000 Euro ohne Stromspeicher. Mit einem 10-kWh-Speicher kommen 7.000 bis 9.000 Euro hinzu. Seit 2023 gilt für Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden ein Mehrwertsteuersatz von 0 Prozent – die genannten Preise sind damit bereits Endpreise.

Kosten nach Anlagengröße

AnlagengrößeKosten ohne SpeicherKosten mit 10-kWh-Speicher
5 kWp6.000–9.000 €13.000–18.000 €
8 kWp9.500–14.500 €16.500–23.500 €
10 kWp12.000–18.000 €19.000–27.000 €
12 kWp14.000–21.000 €21.000–30.000 €

Der Preis pro kWp sinkt mit steigender Anlagengröße, weil sich Fixkosten (Gerüst, Anfahrt, Netzanmeldung, Wechselrichter) auf mehr Leistung verteilen.

Lohnt sich ein Stromspeicher?

Ein Speicher erhöht die Investitionskosten deutlich und verlängert in vielen Fällen die Amortisationszeit der Gesamtanlage, weil selbst verbrauchter Strom deutlich mehr wert ist als die Einspeisevergütung, ein Speicher aber selbst Geld kostet. Als Faustregel gilt: Ein Speicher sollte nicht mehr als etwa 700 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität kosten, damit er sich über die Laufzeit wirtschaftlich rechnet. Ob sich ein Speicher lohnt, hängt vor allem vom eigenen Verbrauchsprofil ab – wer tagsüber wenig Strom verbraucht (z. B. durch Berufstätigkeit außer Haus), profitiert stärker von einem Speicher als jemand mit hohem Tagesverbrauch.

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Einspeisevergütung 2026

Für Anlagen bis 10 kWp, die zwischen dem 1. Februar 2026 und dem 31. Juli 2026 in Betrieb genommen werden, beträgt die Einspeisevergütung bei Teileinspeisung 7,78 Cent pro Kilowattstunde, bei Volleinspeisung 12,34 Cent pro Kilowattstunde. Für Inbetriebnahmen ab dem 1. August 2026 sinkt der Satz geringfügig. Die Vergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme festgeschrieben. Zur Einordnung: Bei aktuellen Netzstrompreisen von rund 35 bis 40 Cent pro Kilowattstunde ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde 4- bis 5-mal mehr wert als jede eingespeiste – die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt also maßgeblich vom Eigenverbrauchsanteil ab, nicht allein von der Einspeisevergütung.

Zur Einordnung für die Zukunft: Die Bundesregierung plant eine EEG-Reform, die die feste Einspeisevergütung mittelfristig durch marktorientierte Modelle ersetzen soll. Ein konkretes Inkrafttreten ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beschlossen.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit 10-kWp-Anlage

  • Anschaffungskosten ohne Speicher: rund 12.000–18.000 €
  • Jährliche Stromkosteneinsparung plus Einspeisevergütung: abhängig vom Eigenverbrauchsanteil, häufig genannte Amortisationszeit 9 bis 12 Jahre
  • Über 20 bis 25 Jahre Laufzeit wird häufig ein Gesamtvorteil von 25.000 bis 40.000 Euro gegenüber dem Bezug von reinem Netzstrom genannt

Diese Werte hängen stark vom individuellen Verbrauchsprofil, der Dachausrichtung und regionalen Gegebenheiten ab – ein individuelles Angebot mit Ertragsprognose ersetzt diese Faustwerte nicht.

Photovoltaik und die Solarpflicht bei der Dachsanierung

Wie in unserem Artikel zum Dach neu decken beschrieben, kann eine grundlegende Dachsanierung je nach Bundesland eine landesrechtliche Solarpflicht auslösen. Wer ohnehin eine Dachsanierung plant, sollte die Photovoltaikanlage möglichst im selben Zug mitplanen – das spart doppelte Gerüstkosten und macht aus einer gesetzlichen Pflicht eine wirtschaftlich sinnvolle Investition statt einer separaten Zusatzmaßnahme.

Förderung für Photovoltaikanlagen

Neben der 0-Prozent-Mehrwertsteuer, die bereits eine erhebliche Kostenersparnis darstellt, bieten einzelne Bundesländer und Kommunen zusätzliche regionale Förderprogramme, die sich in Art und Höhe stark unterscheiden. Eine bundeseinheitliche Investitionsförderung für reine PV-Anlagen ohne Wärmepumpen-Kombination gibt es aktuell nicht – die Wirtschaftlichkeit basiert vor allem auf der Steuerbefreiung und der Einspeisevergütung.

Fazit

Photovoltaik ist 2026 durch gesunkene Modulpreise und die Mehrwertsteuerbefreiung so günstig wie nie, gleichzeitig aber auch die Amortisation stärker vom eigenen Verbrauchsverhalten abhängig als von der Einspeisevergütung. Wer eine Dachsanierung plant, sollte Photovoltaik von Anfang an mitdenken – nicht zuletzt wegen der in mehreren Bundesländern greifenden Solarpflicht.

Ja, bei hohem Eigenverbrauch

Lohnt sich das?

Photovoltaik ist 2026 so günstig wie selten, die Wirtschaftlichkeit hängt aber stärker vom eigenen Verbrauch ab als von der Einspeisevergütung. Wer das Dach saniert, sollte PV gleich mitplanen – auch wegen der Solarpflicht in mehreren Bundesländern.

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?

Je nach Größe zwischen 8.000 und 18.000 Euro ohne Speicher, mit einem 10-kWh-Speicher zusätzlich 7.000 bis 9.000 Euro.

Muss ich beim Kauf einer Solaranlage Mehrwertsteuer zahlen?

Nein, seit 2023 gilt für Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden ein Mehrwertsteuersatz von 0 Prozent.

Lohnt sich ein Stromspeicher?

Nur bei entsprechendem Verbrauchsprofil und wenn der Speicherpreis pro Kilowattstunde Speicherkapazität nicht zu hoch liegt – als Faustregel gelten rund 700 €/kWh als Obergrenze.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Für Anlagen bis 10 kWp, in Betrieb genommen bis 31. Juli 2026: 7,78 Cent/kWh bei Teileinspeisung, 12,34 Cent/kWh bei Volleinspeisung, festgeschrieben für 20 Jahre.

Löst eine Dachsanierung automatisch eine Pflicht zur Solaranlage aus?

Je nach Bundesland kann eine grundlegende Dachsanierung eine Solarpflicht auslösen. Details dazu vor der Sanierung beim zuständigen Bauamt erfragen.

Quellen

  • Fraunhofer ISE, Durchschnittspreise Photovoltaikanlagen, Stand März 2026
  • Bundesnetzagentur, Einspeisevergütungssätze 2026
  • § 12 Abs. 3 UStG, Mehrwertsteuerbefreiung für Photovoltaikanlagen

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